Das Jüdische Echo . Vol 57
Eric Frey
Ein Zuhause bei Or Chadasch
Die Bewegung für progressives Judentum: immer noch ein irritierendes Phänomen zwischen Exotik und Ketzerei
 
Freitagabend in der Leopoldstadt. In den Seitenstraßen der Praterstraße versammeln sich Männer in schwarzen Mänteln und Frauen in langen Röcken in ihren ultraorthodoxen Bethäusern. Aber nur wenige hundert Meter entfernt trifft sich eine ganz andere Gruppe von Wiener Juden zum Gottesdienst. Es ist ein buntes Bild, das sich im weißgetünchten Hauptraum der kleinen Synagoge bietet. Männer und Frauen sitzen zusammen. Ein Gemeindemitglied – ein Mann oder eine Frau – führt durch den Gottesdienst, bei dem gemeinsam gesungen, gebetet und gelesen wird – meist auf Hebräisch, aber zum Teil auch auf Deutsch und Englisch. Ein Klavierspieler gibt die Melodien vor, und für alle, die sich im Gebetbuch nicht so gut auskennen, werden die Seitenzahlen regelmäßig angesagt, damit auch wirklich alle mitbeten können. Es ist eine offene, tolerante, multikulturelle Stimmung, die sich auch dadurch ausdrückt, dass an vielen Gottesdiensten auch nicht-jüdische Gäste teilnehmen, die diese andere Religion kennenlernen wollen oder sich auch ganz konkret für den jüdischen Glauben interessieren.
 
 
Die Zeitschrift Das Jüdische Echo erscheint einmal pro Jahr und befaßt sich mit jüdischem Leben in Gegenwart und Vergangenheit. 1951 als Mitteilungsblatt von der Jüdischen Hochschülerschaft gegründet wurde sie unter Chefredakteur Leon Zelman zu einem europäischen Forum für Kultur und Politik und enthält Beiträge namhafter Publizisten und Wissenschafter aus dem In- und Ausland. Das Jüdische Echo wird im Ausland über Botschaften und Konsulate vertrieben.
 
The Jerusalem Report. May 26, 2008
Anne Roiphe
All Sarah`s children
  If you want to get married in Israel and you are a foreign-born Jew, you need some proof of your Jewishness supplied by an Orthodox rabbi whose credentials are acceptable to hi Israeli colleagues.  
 
 
  Auszüge aus dem Festvortrag von Rabbiner Professor W. Gunther Plaut  
  Ursprung und Blüte des Reformjudentums  
 
Wir stehen jetzt an einem Wendepunkt unserer religiösen Geschichte. Wie Israel Jacobson müssen wir an die Notwendigkeit des liberalen Judentums glauben und danach handeln. Wir sind der wirkliche Kern der Zukunft. Sie gehört uns, wenn wir sie mutig erfassen. Ken jehi razon.
 
 
 

Last update 2009-09-24